Wie cool wäre es, sich ausschließlich mit positiven Menschen zu umgeben?
Sport war schon immer ein großer Bestandteil meines Lebens. Als Kleinkind habe ich direkt mit dem Fußballspielen angefangen. Parallel dazu wurden dann immer mal wieder verschiedene Sportarten ausprobiert und der Schulsport hat mir auch immer Spaß gemacht. Als Jugendlicher kam dann das Fitnessstudio dazu – zweimal die Woche Fußballtraining, am Wochenende ein Spiel und 2-3 mal pumpen mit den „Jungs“. Natürlich alles außer Beine, denn die Beine wurden ja beim Fußball trainiert… Wir haben damals im Gym bestimmt viel falsch gemacht, hatten aber trotzdem eine super Zeit. Außerdem half es mir, mich mit meiner Ernährung und dem Thema Gesundheit auseinanderzusetzen. Was mich jedoch nicht davon abhielt, am Wochenende auf die Piste zu gehen (freitags Brust/Bizeps für die Disko).
Als ich dann nach dem Abitur nach Flensburg zog, eröffnete 2013 mit CrossFit Flensburg eine der ersten CF Boxen in Deutschland. Ich war komplett aus dem Häuschen und kam auf mein erstes Training kaum klar: „Killer Wednesday“ – ich kann mich noch an Thruster, Box Jumps und Burpees erinnern.
Nach der Class rief ich direkt ein paar Freunde an und musste jede Übung erklären. Ich war sofort Feuer und Flamme. Nach jedem Training habe ich meiner Freundin die Übungen im Wohnzimmer vorgemacht – und meine Familie und Freunde mussten am Wochenende dran glauben. Fußball ging weiter, aber anstatt ins Fitnessstudio zu gehen, hieß es von nun an: CrossFit.
Die Jahre vergingen und aus einem Hobby wurde eine Leidenschaft. Mich begeisterten das funktionale Training, der Wettkampfcharakter und die Community. Da mich mein Job als Industriekaufmann und später als Zimmermann nicht erfüllt hat, war das Training oft mein Tageshighlight.
Im Zuge der Pandemie und persönlicher Veränderungen schlich sich der Gedanke ein: Leidenschaft zum Beruf machen? Einfach das machen, wofür man brennt? Klappt sowas in Nordfriesland? Haben die Leute Bock drauf? Kann ich überhaupt coachen?
Ich war in meiner Arbeitswelt teilweise von Leuten umgeben, die unzufrieden mit sich und ihrem Beruf waren, eine negative Grundeinstellung an den Tag legten und ihre Zeit einfach abgesessen haben. Es wurde nur fürs Wochenende gearbeitet. So erging es mir zwar nicht immer, das Gefühl kenne ich allerdings auch. Besonders während meiner beiden Ausbildungen.
Ich dachte mir: Wie cool wäre es, sich ausschließlich mit positiven Menschen zu umgeben? Mit Menschen, die zu mir kommen, weil sie es wollen, und nicht, weil sie müssen. Und wie cool wäre es, wenn mich mein Job so richtig erfüllen würde? Wenn sich die Arbeit nicht nach Arbeit anfühlt.
Die Gedanken wurden konkreter, Pläne wurden geschmiedet und 2023 mit der Eröffnung von New Energy dann tatsächlich umgesetzt. Heute bin ich sehr zufrieden mit dieser Entscheidung, wobei der Weg ziemlich holprig war. Ich bin dankbar, so viele positive Menschen kennengelernt zu haben und meine Leidenschaft weitergeben zu können. Das ist meine Geschichte.
Jetzt bin ich neugierig auf eure: Was hat euch bewegt, zu New Energy zu kommen?